Drei Tage, die etwas bewegen dürfen: Warum ich das In-Studio Festival ins Leben gerufen habe
23. bis 25. Oktober 2026 | Ingolstadt

Drei Tage in unserer Innenstadt. Knapp 100 Angebote rund um mentale Gesundheit, Bewegung und Achtsamkeit.
Als die Idee für das In-Studio Festival entstanden ist, ging es mir nicht darum, einfach noch ein weiteres Event zu veranstalten. Ich wollte etwas schaffen, das größer ist als ein einzelner Workshop, größer als das Soul Studio und vielleicht sogar größer als das, was wir bisher unter mentaler Gesundheit und Selbstfürsorge verstehen.
Denn in den vergangenen Jahren habe ich immer wieder erlebt, wie groß das Bedürfnis nach genau diesen Themen eigentlich ist.
Menschen wünschen sich mehr Ruhe, obwohl ihr Alltag immer voller wird. Sie möchten sich selbst besser verstehen, ihre Gefühle bewusster wahrnehmen, Grenzen setzen, wieder mehr Verbindung zu ihrem Körper spüren oder einfach einmal aus diesem ständigen Funktionieren aussteigen.
Und gleichzeitig habe ich gemerkt, dass viele gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen.
Meditation? Yoga? Coaching? Breathwork? Achtsamkeit? Körperarbeit?
Was davon passt zu mir? Muss ich dafür schon Erfahrung haben? Ist das überhaupt etwas für mich?
Genau aus diesen Gedanken ist irgendwann die Idee entstanden, all diese unterschiedlichen Zugänge an einem Wochenende zusammenzubringen.
Mentale Gesundheit darf mitten im Leben stattfinden
Mit dem Soul Studio wollte ich von Anfang an einen Ort schaffen, an dem mentale Gesundheit nicht erst dann wichtig wird, wenn nichts mehr geht.
Einen Ort, an dem wir nicht funktionieren müssen.
An dem wir uns selbst begegnen dürfen, bevor unser Körper oder unsere Psyche uns dazu zwingen, genauer hinzuschauen. An dem Gefühle nicht unangenehm oder falsch sind und Selbstfürsorge nicht als Luxus betrachtet wird, für den irgendwann vielleicht noch Zeit übrig bleibt.
Mit dem In-Studio Festival möchte ich diesen Gedanken nun für drei Tage weiter in die Stadt tragen.
Vom 23. bis 25. Oktober 2026 wird Ingolstadt zu einem Ort, an dem mentale Gesundheit, Bewegung und Achtsamkeit auf ganz unterschiedliche Weise erlebbar werden. Knapp 100 Workshops laden dazu ein, Neues auszuprobieren, sich inspirieren zu lassen und vielleicht einen Zugang zu sich selbst zu entdecken, den man vorher noch gar nicht kannte.
Und genau das ist für mich das Besondere daran.
Du musst vorher nicht wissen, was du brauchst
Ich glaube, wir setzen uns auch beim Thema persönliche Entwicklung manchmal ziemlich unter Druck.
Wir möchten sofort wissen, welches Tool das richtige ist, welches Thema wir „bearbeiten“ sollten und welche Methode uns endlich weiterbringt.
Aber was wäre, wenn du gar nicht mit einer fertigen Antwort kommen musst?
Das In-Studio Festival soll ein Raum zum Entdecken sein.
Du darfst etwas ausprobieren, ohne dich gleich darauf festlegen zu müssen. Du darfst feststellen, dass dir etwas unglaublich guttut. Du darfst genauso merken, dass eine andere Methode besser zu dir passt.
Vielleicht findest du über Bewegung einen Zugang zu dir. Vielleicht über Stille, einen bewussten Atemzug, ein ehrliches Gespräch oder einen Workshop, den du eigentlich nur aus Neugier gebucht hast.
Es geht nicht darum, an diesen drei Tagen möglichst viel zu schaffen.
Es geht darum, herauszufinden, was dich berührt.
Knapp 100 Workshops und trotzdem geht es nicht um „mehr“
Dass an diesem Wochenende fast 100 Workshops stattfinden, klingt zunächst nach einem ziemlich vollen Programm.
Für mich steckt dahinter aber genau das Gegenteil von Selbstoptimierung.
Die Vielfalt soll zeigen, dass es nicht den einen richtigen Weg zu mehr Wohlbefinden, Selbstverbindung oder innerer Ruhe gibt. Wir sind unterschiedlich. Unsere Bedürfnisse sind unterschiedlich. Und deshalb dürfen auch die Wege unterschiedlich sein.
Das Festival soll dir die Möglichkeit geben, deinen eigenen zu entdecken.
Dabei wünsche ich mir Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Ich wünsche mir Gespräche, die noch Tage später nachwirken. Momente, in denen jemand plötzlich merkt: Damit bin ich gar nicht allein.
Und natürlich wünsche ich mir auch ganz viel Leichtigkeit, Neugier und Freude.
Denn mentale Gesundheit darf tief gehen. Aber sie muss sich nicht immer schwer anfühlen.
Vielleicht liegt das Problem gar nicht bei dir
Vielleicht bist du nicht zu sensibel.
Vielleicht bist du nicht zu schwach.
Vielleicht bist du auch nicht schlecht organisiert.
Vielleicht versuchst du einfach seit viel zu langer Zeit, Erwartungen zu erfüllen, die kein Mensch dauerhaft erfüllen kann.
Dieser Gedanke ist für viele Frauen unglaublich entlastend:
Das Problem ist nicht, dass du zu wenig leistest.
Vielleicht leistest du schon viel zu lange viel zu viel.
Was ich mir für diese drei Tage wünsche
Natürlich kannst du an diesem Wochenende unterschiedliche Methoden kennenlernen, neue Erfahrungen machen und Impulse mitnehmen. Aber wenn ich darüber nachdenke, was ich mir wirklich für das In-Studio Festival wünsche, dann ist es etwas anderes.
Ich wünsche mir, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, die sich vorher noch nie begegnet sind. Dass jemand in einem Workshop sitzt und plötzlich merkt: Damit bin ich gar nicht allein. Dass wir gemeinsam lachen, uns bewegen, still werden, neugierig ausprobieren und vielleicht auch den einen oder anderen Moment erleben, der ein bisschen tiefer geht.
Ich wünsche mir eine Innenstadt voller kleiner Räume, in denen Menschen für ein paar Stunden aus ihrem Alltag aussteigen und sich selbst wieder ein Stück näherkommen können.
Und vor allem wünsche ich mir, dass niemand am Sonntagabend mit dem Gefühl nach Hause geht, jetzt noch mehr an sich arbeiten zu müssen.
Ganz im Gegenteil.
Vielleicht bleibt eine Begegnung, ein Gedanke, eine Übung, die sich gut angefühlt hat. Ein Gespräch, das noch nachwirkt. Oder einfach die Erinnerung daran, dass es mitten zwischen Arbeit, Familie, Terminen und all den Dingen, die täglich unsere Aufmerksamkeit verlangen, auch noch dich gibt.
Wenn das passiert, dann hat dieses Festival für mich genau das erreicht, was ich mir wünsche.
Denn hinter all den Workshops, den Menschen, der Organisation und dieser ziemlich verrückten Idee steckt am Ende ein ganz einfacher Gedanke:
Mentale Gesundheit gehört mitten ins Leben.
Nicht hinter verschlossene Türen. Nicht erst dann, wenn nichts mehr geht. Und auch nicht nur an Orte, an denen wir hingehen, weil wir ein Problem haben.
Sie darf sichtbar sein. Sie darf leicht sein. Sie darf verbinden. Sie darf mitten in unserer Stadt stattfinden.
Und genau deshalb gibt es vom 23. bis 25. Oktober 2026 das In-Studio Festival in Ingolstadt.
Drei Tage. Knapp 100 Workshops. Viele unterschiedliche Menschen und Wege und ganz viel Raum für das, was uns im Alltag manchmal verloren geht: die Verbindung zu uns selbst und zueinander.
Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was an diesen drei Tagen entsteht. 💛
Deine Anika
Studioleitung
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